Aktuelles aus der Gemeinde


Abende unter dem Kirchendach

Abende unter dem Kirchendach, das ist der Titel einer neuen Veranstaltungsreihe, die nach Ostern starten soll. Die Idee dazu hatte Pfarrer Andreas Horn. Wir wollten von ihm weitere Details erfahren.

 

Abende unter dem Kirchendach – wie bist du auf diese Idee gekommen?

Tatsächlich gab es vor etwa acht Jahren eine Veranstaltungsreihe unter dem Kürzel „SUV“ – Spiritualität und Verantwortung. Das war eine Kombination von Taizé-Musik in der Kirche und Filmen im Gemeindesaal, die zum Beispiel die Klimakrise thematisiert haben. Ich fand es damals schon gut, durch ein Kürzel Neugierde und Interesse zu wecken und deshalb habe ich mich auf die Suche nach einer Abkürzung gemacht, die wir künftig für die Gemeindeabende nutzen können. AOK kennt praktisch jeder, AUK klingt ganz ähnlich, meint aber etwas anderes, nämlich Abende unter dem Kirchendach. Und ich dachte mir, das ist das Kürzel, das diesmal genommen werden kann, um diese Geschichte einen Namen zu geben.

 

Es gibt bereits bestimmte Aktivitäten, die regelmäßig in unserer Gemeinde stattfinden, zum Beispiel das kommunale Kino oder die ökumenischen Taizé-Gebete. Wie willst du das mit dem neuen Angebot ergänzen?

Mir war es von Anfang an wichtig, unter der Überschrift „Abende unter dem Kirchendach“ nicht nur Veranstaltung aufzuführen, die von der evangelischen Kirchengemeinde angeboten werden. Das kommunale Kino beispielsweise findet bei uns im Gemeindesaal statt und wird von einer Ehrenamtsgruppe seit vielen Jahren organisiert. Die Taizé-Gebete sind ein ökumenisches Angebot, meine Kollegin Lisa Schröder ist hier engagiert. Weil die passenden Abende in der Woche montags und dienstags sind, möchte ich zusammen mit einem Team weitere Veranstaltungen anbieten und damit das bestehende Angebot ergänzen. Veranstaltungen, die es in der Vergangenheit schon einmal bei uns in der Gemeinde gegeben hat und an deren Tradition wir anknüpfen können.

Und welche sind das konkret?

Das ist zum einen Café international, hier möchten wir Brücken schlagen zwischen Gemeindemitgliedern und Menschen, die als Migranten nach Andernach gekommen sind. Neben dem Austausch soll es konkrete Hilfestellung geben. Wir werden hier auch mit anderen Vereinen und Institutionen zusammenarbeiten. Dann wird es einmal im Monat einen theologischen Gesprächskreis geben, mit einem Referenten oder einer Referentin. Hier werden Themen aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Bereich angesprochen. Und, was es auch in der Vergangenheit schon gegeben hat, einen Austausch zu biblischen Themen. Mein Kollege Christian Schulte und ich selber hatten zu Bibelkreisen bzw. Hauskreisen eingeladen. Und dass das für Interessierte einmal im Monat wieder stattfindet, ist mir ein Anliegen. Am Ende ist so dieses Ensemble von fünf verschiedenen Veranstaltungen zusammengekommen.

Mit welcher Perspektive gehst du in diese Gemeindeabende? Wie sieht deine Planung aus?

Wir werden nach Ostern mit den Gemeindeabenden beginnen. Die derzeitige Planung sieht so aus, dass ein erster Block bis zu den Sommerferien angeboten wird. Wir werden die Themen und Termine veröffentlichen, sodass möglichst viele Interessierte die Gemeindeabende für sich einplanen können. Jeder kann sich das jeweils passende raussuchen. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Die Perspektive ist, Menschen anzusprechen, die aus unserer Gemeinde kommen, die auch bei anderen kirchlichen Veranstaltungen schon mit dabei sind. Und darüber hinaus Menschen zu erreichen, zum Beispiel Eltern von Konfirmanden, der der Gemeinde noch nicht so nahestehen. Wir wollen zeigen, dass wir als Kirche Themen aufgreifen, die im Alltag von vielen präsent sind. Und wenn das Angebot bis zu den Sommerferien gut angenommen wird, dann werden wir für das zweite Halbjahr weitere Termine und Themen organisieren. Diese werden auf einer neuen Übersicht notiert, die als Einladung und Infoblatt weitergegeben werden kann.

 



Dachsanierung Christuskirche

Glockenturm stellt die Gemeinde vor neue Herausforderung

Das Baugerüst an der Christuskirche ist unübersehbar, der Kirchgarten zum Teil gesperrt, große Holzstapel belegen, dass die Arbeiten am Dachstuhl voranschreiten. Aber was sagen die Fachleute, wie ist der aktuelle Stand hinsichtlich der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen. Das wollten wir von Simon Gesell wissen, Architekt bei Gesell, Kriesten und Partner, dem Architektenbüro der Gemeinde.

Wie sieht der aktuelle Stand bei den Bauarbeiten aus?

Im Moment verläuft im Hauptschiff alles planmäßig und darüber sind wir sehr froh. Bei einem so alten Gebäude kann man am Anfang nie sagen, ob es nicht noch die eine oder andere Überraschung gibt. Wir haben, wie jeder sehen kann, den zweiten Teil des Kirchengebäudes eingerüstet und derzeit laufen hier die Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl. Sorgen bereitet uns derzeit allerdings der Glockenturm.

Warum?

Unter den Blechabdeckungen der Glockenturmöffnungen ist das Holz verrottet. Das konnte man weder mit der Drohne noch bei der Besichtigung mit dem Hubsteiger erkennen. Im Moment arbeiten wir daran, das Ausmaß des Schadens festzustellen, damit wir möglichst schnell mit der Sanierung beginnen können. Das könnte durchaus eine sechsstellige Summe kosten.

Und gab es noch weitere Dinge, die man so bei der Planung nicht vorausgesehen hat?

Ja, die gab es tatsächlich. Wir haben ursprünglich nicht damit gerechnet, die komplette alte Dachschalung austauschen zu müssen. Aber wie sich gezeigt hat, waren einige Sparren unter der Holzschalung in keinem guten Zustand. Daher musste die komplette Dachschalung aufgenommen werden, um die Schäden zu beheben.

Was dann doch aber auch Mehrkosten verursacht…

Das ist richtig, aber auf der anderen Seite haben die Gespräche mit dem Holzstatiker gezeigt, dass einige Arbeiten am Dachstuhl weniger umfangreich als ursprünglich erwartet ausfallen, sodass hier wiederum mit Einsparungen zu rechnen ist. Wenn wir die zusätzlichen Arbeiten am Turm einmal außen vor lassen, bewegen wir uns im Moment aber noch im vorgegebenen Rahmen.

Für die Kirchengemeinde ist die „neue“ Baustelle Glockenturm natürlich eine Herausforderung.

Das ist uns allen bewusst, aber man muss sagen, dass es gut ist, dass die Mängel jetzt aufgefallen sind. Denn jetzt haben wir das Gerüst vor Ort und die entsprechenden Fachleute an der Hand, um auch diese Arbeiten durchführen zu können. Aber - ich stimme zu – das ist eine Herausforderung, die man nicht vorhersehen konnte.

Im Moment ist der Kirchgarten mehr oder weniger gesperrt, mit Holz hat man die Wiese abgedeckt, wie geht es hier weiter?

Das große Holzdeck war nötig, damit die Fahrzeuge für den Materialtransport bis zum Gebäude fahren können, die Wagen hätten die Wiese vollkommen zerstört und bei Regen wären die Fahrzeuge möglicherweise steckengeblieben. Man wird sich noch eine Zeit lang auf die Einschränkung einstellen müssen, denn im Frühjahr beginnen die Arbeiten am ehemaligen Klostergebäude.

Womit wir schon beim Zeitplan sind: wir haben eine Fertigstellung der Arbeiten zum Jahresende 2026 anvisiert – kann man das einhalten?

Wie gesagt, wir wissen nicht, wie groß der Umfang der Arbeiten am Glockenturm sein wird und was uns noch auf dem Dach des ehemaligen Klostergebäudes erwartet. Soweit es uns möglich war, haben wir natürlich die Arbeiten im Vorfeld geplant. Es hängt aber auch von der Witterung ab, das weiß jeder, der schon einmal Bauarbeiten an einem Dach beauftragt hat. Ein schneereicher Winter schafft andere Bedingungen als mildes Winterwetter. Wir haben aber das große Glück, dass wir bei diesem Bauprojekt mit ausgewiesenen Fachleuten zusammenarbeiten, sowohl was die Holzarbeiten am Dachstuhl als auch die Schieferarbeiten auf dem Dach betrifft. Insofern sind wir zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können. Wir wollen auch zügig mit den ersten Fassadenarbeiten beginnen, um die vorhandenen Gerüste zu nutzen. Das spart der Kirchengemeinde wiederum Geld ein.
Man darf aus meiner Sicht aber eines nicht vergessen: Die jetzt durchgeführten Sanierungen werden das Gemeindezentrum Christuskirche für die kommenden Jahrzehnte fit machen.